Sonntag, 27. April 2014

Erdbeeren und Rhabarber - Die Erste

Marmelade steht bei mir eigentlich jeden Tag auf dem Frühstückstisch. Gekauft ist die fast nie - meine Eltern haben einen sehr großen Garten und verarbeiten jedes Jahr massig Obst zu leckerer Marmelade. Ich selbst hab jedoch vorher noch nie Marmelade gemacht. Das habe ich dieses Wochenende endlich nachgeholt. Nach einem Großeinkauf auf dem Wochenmarkt warteten auch einige Stangen Rhabarber und viele reife Erdbeeren darauf, weiterverarbeitet zu werden - oder direkt in meinem Mund zu landen ;-) Was ich noch daraus gemacht habe, seht ihr in einem der nächsten Blog-Posts.

Ein kleiner Rest, der nicht mehr in die Gläser passte, landete direkt im Kühlschrank und heute morgen auf meinem Brötchen. Auch mein Freund (der sonst eher auf Nachfrage eine Meinung zu meinem Essen äußert - ob das ein schlechtes Zeichen ist?) fragte sofort, ob denn noch mehr davon da wäre. Bald sollten wir auch bei meinen Eltern im Garten Rhabarber ernten können. Aufs Erdbeerfeld wollten wir in diesem Jahr sowieso mal wieder. Dann werde ich wohl noch einen kleinen Vorrat von dieser Marmelade für den Winter anlegen ;-)


Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

Zutaten:

ca. 700-800g Rhabarber
ca. 500g Erdbeeren
500g Gelierzucker 2:1

So geht's:

1. Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden, 550g abwiegen. Erdbeeren waschen, Stiele entfernen, vierteln und 450g abwiegen.

2. Erdbeeren und Rhabarber in einem großen Topf gut mit dem Gelierzucker vermischen und ca. eine Stunde stehen lassen. Die Früchte sollten dann ordentlich Saft gezogen haben (siehe Bild). Früchte aufkochen und ca. 4 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen. Kleine Stückchen kann man mit einem Kartoffelstampfer leicht zerdrücken - wer es gern stückig mag, lässt es einfach so.

3. Marmelade vom Herd ziehen und sofort in vorbereitete Schraubgläser füllen. Dabei die Gläser immer ganz voll machen, fest verschließen und auf dem Kopf stehend auskühlen lassen.

Donnerstag, 17. April 2014

Frohe Ostern!

Die Regale sind voll mit Schoko-Eiern, Gummibärchen in Hasenform und blumig verpackten Pralinen - es ist wieder Ostern! Und da es zur Abwechslung mal nicht schneit (scheint eine nette Tradition in den letzten Jahren geworden zu sein...), bekommt man fast so etwas wie Frühlingsgefühle. Das allerbeste ist jedoch, dass es morgen erst einmal für ein paar Tage in den Urlaub geht.

Auf das Osterbacken wollte ich jedoch trotzdem nicht verzichten. Also habe ich mich spontan entschlossen, noch eine Kleinigkeit für unser Frühstück morgen zu zaubern. Wie sollte es anders sein - natürlich in Hasenform.

Dabei habe ich mal wieder auf einen meiner Lieblingsteige zurückgegriffen - Hefeteig! Dieser tolle Duft, der sich in der ganzen Wohnung schon beim Zubereiten des Teigs ausbreitet, ist einfach einmalig. Und wie toll der Hefeteig aussieht, wenn er aufgeht, einfach himmlisch. Dabei arbeite ich generell nur mit frischer Hefe, weil mir Trockenbackhefe jedes Mal einen Strich durch die Rechnung macht. Dieses Mal habe ich übrigens zum ersten Mal mit eingefrorener Hefe gearbeitet. Das ging prima. Den halben Würfel vom letzten Backen habe ich ihn Frischhaltefolie eingewickelt und dann in eine kleine Dose gepackt. Die Hefe muss dann nicht extra aufgetaut werden, sondern kann direkt aus dem Tiefkühlschrank in die warme Milch. Kann ich also nur empfehlen - gerade für Leute wie mich, die eher kleinere Mengen backen und daher fast grundsätzlich nur einen halben Würfel Hefe brauchen.

So, nun aber zum Rezept. Dem ersten Hasen haben wir übrigens noch warm die Ohren abgebissen ;-)


Hefe-Hasen

Zutaten (für 4 Stück):

100 ml lauwarme Milch
1/2 Würfel Hefe
230g Mehl
30g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
50g weiche Butter
1 Ei
1 EL Sahne

So geht's:

1. Hefe in 50 ml Milch hineinbröckeln und rühren, bis die Hefe sich aufgelöst hat. Mehl, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel verrühren und in der Mitte eine Mulde formen. Hefemilch in die Mulde gießen und mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Zugedeckt 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

2. Restliche Milch, Salz, Butter und Ei zum Teig geben und mit den Knethaken des Rührgeräts gut durchkneten, bis ein glatter und elastischer Teig entsteht. Ist der Teig zu weich, noch etwas Mehl hinzufügen. Teig mit Mehl bestäuben und nochmals abgedeckt für 30 Minuten gehen lassen.

3. Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

4. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche durchkneten und in 4 Teile teilen. Nun geht's ans Formen, jede Portion Teig wie folgt verarbeiten: Eine kleine Menge Teig  zu einer Kugel formen und zur Seite legen (das wird später das "Schwänzchen"). Den Rest zu einem langen Teigstrang formen. Aus diesem Strang auf dem Backblech eine Schlaufe legen und die Enden nochmals überkreuzen - das werden die Ohren. Nun das "Schwänzchen" in die Schlaufe legen und leicht andrücken.

5. Wenn ihr alle Hasen geformt habt, lasst sie noch einmal für 10 Minuten auf dem Blech ruhen. Die Hasen dann dünn mit der Sahne bestreichen und für ca. 18 Minuten im Ofen backen.